Feldenkrais

Weil weniger oft mehr ist!

Feldenkrais

Verspannungen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen gehören zu den Volkskrankheiten Nummer Eins. Feldenkrais kann bei diesen Beschwerden helfen und das, ohne großen Kraft- und Zeitaufwand!

Jeder von uns kennt diese Alltags-Schmerzen, die uns das Leben oft nicht gerade leicht machen. Einschlafstörungen, Nervosität und Gereiztheit sind nur drei von vielen möglichen Auswirkungen solcher Dauerschmerzzustände. Wirksamkeit verspricht hier die Feldenkrais-Methode, bei der es um eine sehr sanfte Bewegungsart geht und um ein völlig neues Körperbewusstsein.

Bei den meisten anderen Trainings- und Bewegungsmethoden geht es um exakt ausgeführte Wiederholungen der Übungen oder um das Erlernen eines Bewegungsablaufes. Nicht so bei Feldenkrais! Hier bereiten viele individuell ausgeführte Einzelschritte die Muskulatur, das Nervensystem und damit den gesamten Körper auf die Bewegung vor. „Wenn ich weiß was ich tue, kann ich tun was ich will“, ist ein Zitat von Dr Moshe Feldenkrais, dem „Vater“ dieser einfachen aber sehr wirkungsvollen Methode. Die Erkenntnis über die Vielfalt meiner Bewegungsmöglichkeiten gibt mir die Freiheit der Entscheidung. So werden neue Bewegungsmuster integriert und geankert. Bewegungsvielfalt entsteht.

Die Feldenkrais-Methode beruht also auf dem bewussten Einsatz und einer bewussten Druchführung von Bewegung. Ist man sich einer Bewegung bewusst, setzt man sie nicht unnötig ein. Ineffiziente Bewegungsabläufe werden reduziert und die Muskeln nur dann angespannt, wenn sie auch wirklich benötigt werden. Unnötige Muskelverspannungen werden so vermieden. Babys und Kinder sind in ihren Bewegungen noch vollkommen natürlich. Mit jeder neuen Aufgabe, die sich ihnen in den Weg stellt, entwickeln sie neue Formen ihren Körper einzusetzen. Wir Erwachsenen hingegen haben viele Bewegungen bereits automatisiert, ohne sich dem Einsatz der einzelnen Körperpartien wirklich bewusst zu sein.

Schmerz ist immer ein Warnsignal unseres Körpers, der uns eine Grenze zeigt. So haben wir mit Feldenkrais einen Weg für eine „sanfte Fitnessmethode“, die uns nicht nur körperlich und geistig fit macht, sie schult gleichermaßen unser Körperbewusstsein. Wir sind dadurch sehr bald in der Lage zu erkennen, was unserem Körper gut tut und was nicht. Jeder darf es sich beim Üben sogar gut gehen lassen – das ist ungewöhnlich und hat trotzdem oder gerade deswegen seine Wirkung.

Wer war Dr Moshe Feldenkrais?

Dr Feldenkrais war viele Jahre enger Mitarbeiter des französischen Nobelpreisträgers Frederic Joliot-Curie. Gemeinsam haben beide allererste Experimente auf dem Gebiet der Atomforschung durchgeführt. Starke Schmerzen durch wiederholte Knieverletzungen brachten den Physiker im Jahr 1942 dazu, sein wissenschaftliches Denk- und Forschungsvermögen den Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers zu widmen. Der passionierte und erfolgreiche Judokämpfer Feldenkrais, widmete sich von nun an der Erforschung von Muskulatur, unserem Nervensystem und der Psyche. Das ökonomische Nutzen der Muskulatur, das Befreien von unnötiger körperlicher Anstrengung war ihm ja aus dem Judosport bekannt. Je feiner und bewusster die Bewegung, umso größer ist der Lerneffekt für unser Gehirn und unseren Körper. Bereits ein sehr feiner Impuls erreicht unser Nervensystem und die Muskulatur. Selbst eine nur in der Vorstellung ausgeführte Bewegung gibt Impuls für unseren Bewegungsapparat, unsere Nerven, Muskeln und Gelenke.

Bei seinen Forschungen an der Entstehung von Bewegungsabläufen entdeckte Feldenkrais, dass das menschliche Gehirn über unendlich viele ungenutzte Potentiale verfügt. Diese zu mobilisieren galt seinem Interesse. Die Vielfalt ungenutzter Potentiale zu aktivieren kann uns helfen Schmerzen, körperliche Beschwerden und Bewegungseinschränkungen zu beheben.

Die Bewegungslehre nach Dr Moshe Feldenkrais ist ein idealer Aktivator für Körper und Geist, denn sie arbeitet mit der Bewusstheit und der Aufmerksamkeit eines jeden Einzelnen. Die Feldenkrais-Methode ist eine körperbezogene Selbsterfahrung, die auch hilft, ein völlig neues Bewusstsein zu bekommen. Und eines ist sicher: „Weniger ist bei Feldenkrais mehr!“ Probieren lohnt sich allemal und das, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen!

Kommentare

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04:18 Uhr / 30.12.2008 Miro schreibt:
www.kmu-group.de

"Schmerz ist immer ein Warnsignal unseres Körpers, der uns eine Grenze zeigt."

Sehr richtig! Man muss sehr vorsichtig und aufmerksam sein, wenn etwas ihm stören beginnt.Guter Artikel, Grüße! Weiter so auch im 2009!

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